Ratgeber für Fahrer
Mit leuchtender Motorkontrollleuchte durch die HU?
In der Regel nicht: Bei der Untersuchung wird die Motorkontrollleuchte geprüft und bei vielen Autos die OBD-Buchse ausgelesen. Es hängt aber vom Land, von der Leuchte und vom Fehler ab, und das letzte Wort hat immer die Prüfstelle.
Geprüft von Daniel Morales, Gründer der Reprorace SL, am
Was an der Leuchte und der OBD-Buchse geprüft wird
Beim Einschalten der Zündung leuchtet die Motorkontrollleuchte kurz auf und geht nach dem Start aus: So sieht man, dass sie funktioniert. Bleibt sie bei laufendem Motor an, ist im Steuergerät ein Fehler gespeichert.
Bei Autos mit EOBD kann zur Abgasuntersuchung das Auslesen der Diagnosebuchse gehören: die gespeicherten Codes und die Bereitschaftstests (Readiness), die zeigen, ob das Steuergerät Katalysator, Sonden oder Kraftstoffdampfsystem fertig überwacht hat.
Auch andere Leuchten zählen: Eine Warnleuchte für Airbag, ABS, Stabilitätskontrolle oder Bremsen, die an bleibt, ist meist schon für sich ein Mangel.
In Deutschland: HU und AU
Zur Hauptuntersuchung gehört die Abgasuntersuchung, bei der die Prüfer auch die Motorkontrollleuchte und die On-Board-Diagnose prüfen. Leuchtet die Motorkontrollleuchte, gilt das in der Regel als erheblicher Mangel, und du musst nach der Reparatur zur Nachprüfung.
Die genaue Einstufung hängt vom Prüfpunkt und den aktuellen Vorschriften ab: Frag bei deiner Prüfstelle nach. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln.
Im übrigen Europa
Die Richtlinie 2014/45/EU legt die Mindestanforderungen an die technische Überwachung in der EU fest, und jedes Land setzt sie mit eigenen Regeln um. Warnleuchten und das Auslesen der On-Board-Diagnose gehören zu diesen Mindestanforderungen, aber ihre Einstufung ist von Land zu Land verschieden.
Warum Löschen kurz vorher nichts bringt
Beim Löschen geht die Leuchte aus, aber die Bereitschaftstests springen auf „nicht abgeschlossen“ zurück. Die Prüfer sehen das und erkennen die Abgasuntersuchung unter Umständen erst an, wenn das Auto seine Fahrzyklen abgeschlossen hat.
Diese Zyklen haben keine feste Kilometerzahl: Sie hängen von der Marke und vom Test ab. Meist musst du mehrere Tage fahren, mit Kaltstarts, Stadt und Landstraße.
So kommst du gut vorbereitet hin
Lies die Fehlercodes ein bis zwei Wochen vorher aus, nicht am Vortag: So bleibt Zeit für die Reparatur und für die Bereitschaftstests.
Beheb die Ursache und prüf, dass der Code nicht wiederkommt. Lies danach erneut aus und schau, ob die Bereitschaftstests abgeschlossen sind.
Ist es die Leuchte für Airbag, ABS oder Bremsen, warte nicht bis zum letzten Tag: Das sind eigene Mängel, und die Reparatur kann dauern.
Wie Diaglana dir hilft
Mit einem ECO-LITE in der OBD-Buchse siehst du in deinem Konto die Fehlercodes und den Stand der Bereitschaft für die Untersuchung, und deine Werkstatt kann sie aus der Ferne prüfen, immer mit deiner Erlaubnis.
Nur zur Orientierung, ohne rechtlich oder technisch verbindlichen Wert: Halte dich immer an die Informationen deines Fahrzeugherstellers und an die Regeln deines Landes.
Häufige Fragen
Kann ich den Code vor der Untersuchung löschen?
Kannst du, aber es bringt selten etwas: Die Bereitschaftstests bleiben offen, und die Prüfer sehen das. Ist der Fehler noch da, geht die Leuchte außerdem wieder an.
Und wenn die Leuchte am Tag der Untersuchung angeht?
Ist der Fehler bei der Prüfung gespeichert, zählt er. Mach einen Werkstatttermin mit dem Code und frag bei der Prüfstelle, wie es weitergeht.
Wie weit muss ich nach der Reparatur fahren?
Eine feste Zahl gibt es nicht: Es hängt vom jeweiligen Test und von der Marke ab. Fahr mehrere Tage ganz normal und prüf mit einem Adapter, ob die Bereitschaftstests abgeschlossen sind.
Lies die Fehlercodes deines Autos auf dem Handy
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