Rauch und Gerüche
Blauer Rauch aus dem Auspuff: Der Motor verbrennt Öl
Bläulicher oder blaugrauer Rauch mit Geruch nach verbranntem Öl zeigt, dass Öl in die Verbrennung gelangt. Meist kommt es vom Turbo, von den Ventilschaftdichtungen oder den Kolbenringen, und der Ölstand sinkt zwischen den Ölwechseln.
Bald in die WerkstattRauch und Gerüche
Geprüft von Daniel Morales, Gründer der Reprorace SL, am
Ist das schlimm? Kann ich weiterfahren?
Vorsichtig und nur bis zur Werkstatt. Du kannst zur Werkstatt fahren und solltest dabei den Ölstand oft prüfen. Schieb es nicht auf: Verbranntes Öl verschmutzt Zündkerzen, Katalysator und Partikelfilter, und sinkt der Stand zu weit, fehlt dem Motor die Schmierung.
Eine vorsichtige, allgemeine Antwort: Nur wer das Auto untersucht, kann sagen, ob Weiterfahren sicher ist. Im Zweifel halte an einer sicheren Stelle an und ruf die Pannenhilfe.
Häufigste Ursachen
- Turbolader: mit verschlissenen Dichtungen gelangt Öl in Ansaugung oder Abgas; der Rauch zeigt sich vor allem beim Beschleunigen.
- Ventilschaftdichtungen: Rauch beim Starten oder beim Gasgeben nach einer Bergabfahrt im Schubbetrieb.
- Verschlissene Kolbenringe oder Zylinder: ständiger Rauch und hoher Verbrauch, oft mit niedriger Kompression.
- Zu viel Öl: ein Stand über Maximum kann dazu führen, dass der Motor Öl ansaugt.
- Kurbelgehäuseentlüftung: ein verstopftes Entlüftungsventil drückt Öldampf in die Ansaugung.
Allgemein nach Häufigkeit geordnet; bei deinem Auto können es andere sein. Ein Auslesen des Fehlerspeichers und eine Prüfung in der Werkstatt zeigen, welche es ist.
Zum besseren Verständnis: Wie funktioniert der Turbolader und was bedeutet P0299? Was ist der Katalysator und warum fällt er aus?
Fahrzeugsystem: Motor und Schmierung
Was du selbst prüfen kannst
Prüf den Ölstand bei kaltem Motor auf ebener Fläche und notier, wie viel du nachfüllst.
Achte darauf, wann der Rauch kommt: beim Starten, beim Beschleunigen oder immer.
Prüf, ob der Stand nach einem Ölwechsel nicht über Maximum liegt.
Such bei kaltem Motor nach Öl in den Turboschläuchen oder in der Ansaugung.
Nur gefahrlose Prüfungen: bei abgestelltem, kaltem Motor, wenn du in den Motorraum schaust, ohne etwas auszubauen und ohne heiße oder bewegte Teile zu berühren.
Passende Fehlercodes
- P0299Turbolader/Kompressor A: Ladedruck zu niedrig
- P0300Zufällige Verbrennungsaussetzer/mehrere Zylinder
- P0420Katalysatorsystem (Bank 1): Wirkungsgrad unter dem Schwellenwert
Generische Codes, die oft mit diesem Symptom auftreten. Einer davon bestätigt die Ursache noch nicht: Er ist der Ausgangspunkt der Diagnose.
So hilft der ECO-LITE bei der Diagnose
In der OBD-Buchse liest der ECO-LITE die Fehlercodes der Steuergeräte, die antworten, mit den Daten vom Zeitpunkt des Fehlers, und zeigt Live-Daten auf deinem Handy oder Computer. Mit deiner Zustimmung kann deine Werkstatt sie aus der Ferne ansehen, bevor du das Auto bringst.
Worauf es hier ankommt: Ladedruck und Zündaussetzer; die Wirkung des Katalysators, falls er schon gelitten hat.
Häufige Fragen
Wie viel Öl darf ein Auto verbrauchen?
Das hängt vom Motor und von der Nutzung ab: Die Betriebsanleitung nennt den zulässigen Verbrauch. Füllst du immer mehr nach oder siehst Rauch, lass es prüfen.
Hilft ein Additiv?
Es kann den Rauch eine Weile verringern, wenn die Ursache leicht ist, repariert aber keinen verschlissenen Turbo, keine Ventilschaftdichtungen und keine Kolbenringe.
Schadet das dem Katalysator?
Ja: Verbranntes Öl hinterlässt Ablagerungen, die seine Wirkung mindern, und kann in einem Code wie P0420 enden.
Weiterlesen
- Motor und Schmierung: Funktion und typische Defekte
- Auto verbraucht Öl: wann es normal ist und was zu tun ist
- Weißer Rauch aus dem Auspuff: Bedeutung und was zu tun ist
- Schwarzer Rauch aus dem Auspuff: Ursachen und was zu tun ist
- Symptome am Auto: was sie bedeuten und was zu tun ist
- Motorkontrollleuchte leuchtet: was tun?
- Fehlercodes am Auto auslesen und löschen
- OBD-Fehlercodes: was jeder Code bedeutet